Affektive Dinge

Affektive Dinge. Objektberührungen in Wissenschaft und Kunst.
(zusammen mit Georg Töpfer, Robert Felfe, Kirsten Wagner)
Wallstein Verlag, Göttingen 2011
Über die Beziehung zwischen den Dingen und den Gefühlen. Aus verschiedenen Perspektiven hat sich in den letzten Jahren ein verstärktes Interesse auf die Dinge gerichtet: Epistemische Dinge (Hans-Jörg Rheinberger), beredsame Dinge (Lorraine Daston), erschriebene Dinge (Christine Weder), fetischisierte Dinge (Hartmut Böhme) sind als Mitakteure (Bruno Latour) in den Horizont kulturwissenschaftlicher Forschungen getreten. Allein schon durch die jedem Gegenstand eigene Materialität und Form ziehen uns Dinge an. Sie bieten sich unseren Gefühlen als Verkörperungen an, sie verhelfen nicht nur unseren Projektionen zu materialer Gestalt, sondern können als »affektive Dinge« sogar von uns Besitz ergreifen, so dass sie zu wichtigen Bestandteilen unserer Selbstbeschreibungen und Selbstdarstellungen werden.
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Ludi Naturae

Ludi naturae – Spiele der Natur in Kunst und Wissenschaft.
(zusammen mit Robert Felfe und Hartmut Böhme)
Fink Verlag, München 2011
Der Begriff »Ludi naturae« steht für ein naturphilosophisches Konzept, das seinen Zenit in der frühen Neuzeit erreichte. Mit den »Spielen der Natur« waren dabei einerseits einzelne Naturdinge gemeint, die Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften Staunen und Verwunderung hervorriefen. Zugleich verwies diese Sammelbezeichnung – die etwa für sonderbar geformte Pflanzen ebenso verwendet wurde, wie für Missbildungen, seltene Schnecken oder Fossilien – auf ein bestimmtes Konzept von Natur. Bislang war die Forschung zu »Ludi naturae« auf den Zeitraum der frühen Neuzeit begrenzt. Die Beiträge dieses Bandes erweitern erstmals den historischen Horizont und verfolgen mögliche Spuren dieses Konzepts bis in die Moderne.

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Die Vernunft

»Die Vernunft ist mir noch nicht begegnet«
Zum konstitutiven Verhältnis von Spiel und Erkenntnis
Transcript-Verlag, Bielefeld 2005
Es ist eine irrige Vorstellung der Moderne, dass Spiel und Wissenschaft nichts miteinander zu tun hätten. Dieser Band stellt das Spiel als einen zentralen Agenten von Wissensproduktion und Wissenschaftskultur vor und zeigt damit, dass Erkenntnis konstitutiv auf Spiel angewiesen ist. Während die zumeist phänomenologisch oder psycho-soziologisch ausgerichtete Literatur zum Spiel aus der Beobachterperspektive operiert, geht die hier gebotene Darstellung von der performativen Haltung des Teilnehmers aus. Spiel wird so nachvollziehbar als eine Bewegung im Zwischen, als eine Begegnung, die spekulative Brücken zwischen dem Erkennenden selbst und den Objekten der Erkenntnis schlagen kann. Die Frage nach dem Verhältnis von Spiel und Erkenntnis führt daher ins Zentrum des modernen Selbstverständnisses.

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Auslassungen

Auslassungen. Leerstellen als Movens der Kulturwissenschaft.
(zusammen mit Peter Matussek)
Königshausen & Neumann, Würzburg 2004
Kulturwissenschaft beruht im zweifachen Wortsinn auf Auslassungen: Ihr transdiziplinärer Ansatz erfordert einerseits den Mut zur Lücke, andererseits verführt er zu Äußerungen, die im arbeitsteiligen Wissenschaftsbetrieb ungedeckt sind. Wie also lässt sich der Auslassungscharakter der Kulturwissenschaft rechtfertigen? Der vorliegende Band verhandelt Auslassungen nicht nur als Lücken, sondern als evokatorisches Potential, welches programmatischen Überlegungen durchaus zugänglich ist. Von „Leerstellen“ ist mittlerweile auch in Bezug auf Literatur, Malerei, Film und Musik die Rede. Dabei wird stets hervorgehoben, dass es just das Nichtgesagte und Nichtgezeigte, das Verschwiegene und offen Gelassene ist, was die Prägnanz einer Äußerung erhöhen kann.
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